KUBA

26. Sept. – 02. Okt. 2018  Kuba/Havanna

Wechsel von herbstlichen 14° auf schwülfeuchte 26°, uns kleben, kaum aus dem Flugzeug, Jeans und Jacke. Unser Kleinhotel ‚La Llave del Golfo‘,  in einem Aussenquartier Havannas, entpuppt sich mit seinen 5 Zimmern und verwunschenem Patio, einem lauschigen Innenhof mit gekonntem Urwaldgefühl und Minipool, als wahres Bijou. Die Fahrt mit dem Taxi aus der Innenstadt bis hierhin war jedesmal eine kleine Abenteuerfahrt durch die hiesigen Gassen. Welch bunte Völkermischung! Ausser der Urbevölkerung Kubas ist wirklich alles durchmischt, schwarz, mulatt, afroasiatisch, weiss, … deren Ursprung und Kreuzungen schwer zu entziffern sind. Die russischorthodoxe Kirche fehlt sowenig wie die Synagoge, die Moschee, Kathedrale, Kirchen, einstige Klöster, Festungen…

Ab dem 15. Jhd. wurde Kuba entdeckt, erobert, angegriffen, geplündert, vertrieben, ausgenutzt, versklavt. Für Taucher und Forscher sind die Küstengründe ein Eldorado voll von korallenumwachsenen Galeonen und Schätzen aus jener Zeit, gesunken durch Kriege, Piraterie, Hurrikane.

Auf die Frage, ob die Kubaner geduldig seien, wurde lachend geantwortet: nein hyperaktiv! Ja, die Kubaner haben wir als sehr freundlich kennengelernt. Oft werden wir von weitem angesprochen woher wir kämen, einige Worte werden gewechselt, gelacht, geflirtet mit Jung und zahnlos Alten. Viele leben extrem bescheiden, manchmal in buntbemalten Hauseingängen, oft in dunkeln halbzerfallenen Zimmern. Die Hand wird oft hingestreckt, von uns reichen Touristen etwas Weniges erhoffend. Wir sind erstaunt ob der Sicherheit. Einige Bezirke seien nachts unsicher. Hingegen wird sehr viel Autostopp gemacht, von Mann und Frau, in der Nacht und auf dem Lande sowieso.

In 5 Tagen reicht es nur noch zu einem Ausflug in den Westen in das fruchtbare Vinales-Tal. Auf der ‚Autopista‘ ist aber auch alles unterwegs: Autos, Velofahrer (in Gegenfahrtrichtung), Pferde- und Ochsengespann, viele Autoanhalter, Fussgänger, Käse- und Früchteverkäufer… Um Vinales wird möglichst biologisch angebaut und der guten roten Erde Sorge  getragen. Eine hiesige Zigarre duftet einfach herrlich.

Wenn irgend möglich, möchten wir Kuba nochmals besuchen – es gäbe auf der ganzen Insel so viel zu sehen und zu entdecken.

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